|
Herbst 1988
|
Es werden erste Überlegungen angestellt, ob eine Wiedergeburt der Zeppeline technisch und marktwirtschaftlich sinnvoll ist. Vor diesem Hintergrund wird die Dokumentation der historischen Zeppelinluftschiffahrt, die sich im Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH befindet, ausgewertet und die Effektivität aktueller Luftschiff-Projekte untersucht.
|
|
Dezember 1990
|
In einer Machbarkeitsstudie und einer Marktstudie werden die technischen Möglichkeiten, der Konstruktionsaufwand und spätere Betrieb moderner Zeppeline beleuchtet. Die erste Matrix zeigt ein Absatzpotential von rund 80 Zeppelinen in den Einsatzbereichen Tourismus, Werbung und wissenschaftliche Sondermissionen.
|
|
März 1991
|
Der "Demonstrator" ist fertiggestellt. Das über drei Elektromotoren angetriebene, ferngesteuerte Versuchsmodell von rund 10 m Länge und 20 kg Gewicht beweist schon beim ersten Probeflug hervorragende Flugeigenschaften. Es zeigte, daß das Grundkonzept der starren Struktur und der daran befestigten neuartigen Schwenkpropeller optimale Sicherheit und bisher nie erreichte Manövrierfähigkeit gewährleistet.
|
|
Sommer 1991
|
Von dem Entwicklungsteam unter Leitung von Klaus Hagenlocher werden mehrere Patente weltweit angemeldet und erteilt. Sie umfassen unter anderem die Dreiecksstruktur des Gerippes, die Anordnung der Triebwerke, die Ausführung der Ballonets und die Kohlefaserträger.
|
|
September 1993
|
Die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH mit Sitz in Friedrichshafen wird gegründet. Sie ist gesellschaftsrechtlich in die Tradition des Zeppelin Luftschiffbaus eingebunden und dient als Entwicklungs-, Produktions- und Betreibergesellschaft für Zeppeline neuer Technologie. Hauptgesellschafter des Unternehmens sind die ZF Friedrichshafen AG, die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, die Zeppelin GmbH und die ZF-Lemförder Metallwaren AG.
|
|
Frühjahr 1994
|
Die Vorstudien für den Prototyp laufen auf Hochtouren. Die starre 75 m lange und 14 m hohe Struktur wird in der neuen Messehalle 10 montiert. Sie wurde speziell 4 m höher errichtet, als es für den reinen Messebetrieb notwendig gewesen wäre.
|
|
September 1995
|
Die gemeinsam mit dem Luftfahrtbundesamt erarbeitete Bauvorschrift für Commuter-Luftschiffe wird freigegeben.
|
|
November 1995
|
Die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH wird als Entwicklungsbetrieb vom Luftfahrtbundesamt in Braunschweig anerkannt.
|
|
Juli 1996
|
Der im Bau befindliche Prototyp des LZ N07 wird unter großem Medieninteresse erstmals der Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt.
|
|
September 1997
|
Rund 30.000 Schaulustige verfolgen den Erstflug am 18. September. Der Zeppelin NT löst sich um 19:47 Uhr vom Ankermast vor der Messehalle 10 und landet nach einem 40 minütigen Rundflug vor dem neuen Zeppelin-Hangar in Allmannsweiler. Mit 110 m Länge, 68 m Breite und 32 m Höhe ist er die größte Halle Süddeutschlands.
|
|
August 1998
|
Am 8. August 1998 erfolgt der erste Fernflug des Zeppelin NT mit Verankerung außerhalb Friedrichshafens. Der Überlandflug führt das Luftschiff über das schweizerische Altenrhein nach Echterdingen bei Stuttgart. Der LZ N07 landete auf dem Stuttgarter Flughafen.
|
|
Mai 1999
|
Beginn der Teile-Produktion für das erste Serienluftschiff S/N 02 ab Frühjahr 1999. Der Erstflug wird Ende des Jahres 2000 erwartet. Die technische Konzeption des Prototyps hat sich gut bewährt und kann ohne größere Modifikationen auf das Serienluftschiff übertragen werden.
|
|
Ende 1999
|
Nach dem erfolgreichen Abschluß der Erprobungsphase schließt sich die Nachweisphase unmittelbar an.
|
|
Oktober 1999
|
Der Zeppelin NT absolviert seinen bisher längsten Distanzflug von über 680 Kilometern. Die Route führt das Schiff in die Schweiz über die Städte Weil am Rhein, Basel, Bern mit Wendepunkt in Neuchatel. Der Flug dient einem guten Zweck; es werden 15 kg Zeppelin-Sammlerpost für das Pestalozzi Kinderdorf in Wahlwies befördert.
|
|
Februar 2000
|
Der Zusammenbau der Tragstruktur für das erste Serienluftschiff ist im Februar 2000 beendet. Im Mai des gleichen Jahres wir die Hülle über die Gerippestruktur aufgezogen.
|
|
Juni 2000
|
Der Zeppelin NT hat in 160 Flügen 550 Flugstunden erfolgreich absolviert.
|
|
Juli 2000
|
Der Prototyp des Zeppelin NT wird anläßlich des 100-jährigen Zeppelin-Jubiläums am 2. Juli von Frau Elisabeth Veil, der Enkelin Graf Zeppelins, auf den Namen "Friedrichshafen" getauft.
|
|
August 2000
|
Der Zeppelin NT kehrt von seiner großen Deutschlandtour zurück. Dabei hat das weltweit größte High-tech Luftschiff zwischen dem 13. Juli - 1. August 2000 erfolgreich Testflüge absolviert und in rund 75 Flugstunden über 3. 600 Kilometer zurückgelegt. Highlight der Tour war ein Besuch der EXPO in Hannover am 21 Juli. Das Testprogramms focussierte sich auf Schallpegelmessungen, Avioniktests und Start- und Landungen, wobei der NT bei starkem Wind bis zu 25 Knoten eine hervorragende Manövrierfähigkeit bewies.
|
|
Oktober 2000
|
Die Zeppelin Luftschifftechnik strebt als Entwicklungs- und Herstellbetrieb eine Erweiterung ihres Geschäftsfeldes an. Sie wird als Betreibergesellschaft unter dem Namen "Deutsche Zeppelin-Reederei" (DZR) die Markteinführung der Zeppeline neuer Technologie aktiv mitgestalten. Die DZR soll als Kompetenz- und Service-Zentrum rund um das Luftschiff auch den Flugbetrieb und die Pilotenausbildung steuern.
|
|
Dezember 2000
|
In rund 220 Flügen hat der Prototyp des Zeppelin NT über 800 Flugstunden erreicht. Das offizielle Testflugprogramm wurde erfolgreich abgeschlossen. Die in drei Jahren generierten Flugdaten werden aufgearbeitet.
|
|
April 2001
|
Das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig verleiht dem Zeppelin NT die Musterzulassung. Die feierliche Übergabe findet während der Eröffnung der "AERO 2001" am 26. April in Friedrichshafen statt. Die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH erhält zusätzlich die Zertifizierung als Luftfahrt-Herstellbetrieb. Die "Deutsche Zeppelin Reederei" wird als Betreibergesellschaft der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH ab August 2001 mit dem Passagierbetrieb beginnen.
|